Deutsche Atheistenkampagne
von Benedikt
Nachdem in England bereits vor einigen Wochen die Werbebotschaft “There’s probably no god” Schlagzeilen machte und sich anscheinend auch auf Spanien und Italien ausweitet, startet der Schockwellenreiter bei uns seine eigene Kampagne:
Seine Argumentation richtet sich vor allem gegen den Religionsunterricht an Schulen:
Mich ärgert vor allem die (unterschwellige) Argumentation, daß nur auf einer religiösen Grundlage Ethik und moralische Werte vermittelt werden können. Atheisten, als gott- und vaterlandslose Gesellen sind dazu selbstverständlich nicht in der Lage.
Ich würde mich zwar nicht unbedingt als Atheisten bezeichnen, ich finde allerdings einiges, was die großen christlichen Kirchen so tun und für was sie stehen alles andere als in Ordnung und daher halte ich die Aktion für absolut unterstützenswert. Es heißt doch immer: Konkurrenz belebt das Geschäft – und frischen Wind kann man in diesem Geschäft allemal brauchen.
[via Schockwellenreiter]














Kommentare
[...] nochmal näher darauf einzugehen, was ich gestern damit gemeint habe, dass ich einiges was die Kirchen tun nicht gut finde, möchte ich ein aktuelles [...]
Total kindisch. Das ist ein Thema für eine ernsthafte gesellschaftliche Diskussion und nicht für alberne Photoshop-Repliken einer englischen Spasskampagne.
Eine “…ernsthafte gesellschaftliche Diskussion…” über Gott? You must be kidding!
@Nef: Ich denke, man muss erstmal eine Diskussion in Gang bringen und dafür ist es vor allem wichtig einen Standpunkt zu beziehen. Die Kampagne “Religionsunterricht ist Betrug” ist relativ provokant – aber offenbar funktioniert das ganz gut, wie man ja an deinem Kommentar sehen kann.
Religionsunterricht ist Betrug! Daran gibt es keinen Zweifel für mich. Was wird denn da bei uns unterrichtet? Die Christen sind die Gutmenschen und alle anderen die bösen Feinde die “Gott” nur falsch verstanden haben! Liebe, Frieden, Nächstenliebe… ja wo ist das denn an der Tagesordnung bitteschön?
Glaubst du nicht an meinen (den einzigen Gott) dann must du dringend bekehrt werden, denn es kann ja nicht sein das du nicht an meinen Gott glaubst.Prima! 6, setzen! Nichts begriffen, nichts gelernt! Religionen (insbesondere Christentum,Judentum und Islam) sind das Grundübel dieser Welt und hindern die Menschheit daran zusammenzuwachsen und sich respektvoll einander zu nähern und zu akzeptieren – und zu dem Schluss zu kommen das man doch mehr gemeinsam hat als die “Vertreter Gottes auf Erden” uns seit Jahrhunderten weismachen wollen.
Wenn ich jemandem erzählen würde, ich spreche jeden Tag mit einem Geistwesen das mir sagt was ich zu tun und zu lassen habe, dann lande ich in der Klappse. Wenn aber jemand erzählt er spricht mit “Gott” und ist von “ihm” “auserwählt” “seine Worte” zu verbreiten dann ist das selbstverständlich nicht Geisteskrank!
Die Ethik die uns ein Glaube vermitteln soll ist das was zählt – nicht das verblendete Ritualgehabe egoistischer mörderischer Religionsfaschisten die ihre Interpretation des Ganzen als die (einzige) Wahrheit anpreisen.
Also – entweder Abschaffung des Religionsunterrichts oder Erweiterung desselben um die Themen Islam und Judentum – und zwar in allen Facetten und allen Details. Nur ein in allen Sichtweisen geschulter Mensch ist fähig A von B zu unterscheiden und nicht auf falsche (höchst menschliche) Propheten hereinzufallen.
ich weiss nicht wo und wie vanguard je religionsunterricht miterlebt hat, und welchen sinn er im leben hat, und ob er sich je auf die ersthafte suche nach gott, egal welchen, begeben hat.
vanguard glaubt nicht an gott, er glaubt aber, so wie jeder christ, moslem, jude, hindu und so weiter!
Religionsunterricht ist viel mehr ein informieren, über das was die verschiedenen religionen ausmacht!
Das hat nichts mit bekehren oder zwang zu tun.
es wird mehr zeit in ethisch sinnvolle filme und kaffee und tee investiert als in den gott der bibel!
außerdem soll religionsunterricht in berlin wahlfach werden…. somit werden keine kinder gezwungen zum reli unterricht zu gehen, sie können ganz normal wie alle anderen kinder auch zum ethik unterricht gehen.
und das unsere gesellschaft das nötig hat, liegt garantiert nicht an der kirche!
ob nun ethik oder religionsunterricht ist absolut egal, es sollte nur nicht so unsachlich darüber disskutiert werden wie es hier der fall ist.
Weltweit sind atheisten eine so große minderheit, das glaubt man garnicht…..
Zu meiner Vorposterin/ zu meinem Vorposter:
“[...] es wird mehr Zeit in ethisch sinnvolle Filme und Kaffee und Tee investiert [...]“.
Wow, schlagendes Argument! Ihr lernt da ja doch nichts. Tee/Kaffee trinken und Filme schauen kann man auch außerhalb des Unterrichts. Wie wäre es denn mit aufmerksamen Filem gucken UND REFLEKTIEREN? Letzteres ist nämlich wichtiger, falls du es noch nicht weißt.
Und wie wäre es, wenn ihr nicht nur darüber spricht, was andere Religionen ausmacht, sondern auch darüber diskutieren würdet, in wie weit diese Religion vertretbar ist? Wie Theorie und Wirklichkeit aussieht? Letzteres ist nämlich DAS Problem im Christentum überhaupt. Und ich könnte wetten nicht nur da.
So viel mal zu deinen “Aber wir lernen doch was im Religionsunterricht!”-Argumenten.
Dein letzter Satz ist natürlich der Beste überhaupt: “Weltweit sind Atheisten eine so große Minderheit, das glaubt man gar nicht…”
Bemerkenswert. Echt. Denn so weit ich dich richtig verstanden habe soll diese Tatsache heißen, dass Atheisten, weil sie eine Minderheit sind, keine gute Meinung haben können und/oder ihre Ansichten locker mal ignoriert werden können(bzw. als “gottlos” und somit als “schlecht” und “falsch” und “böse” angesehen werden dürfen). Die werden dich später ja eh nicht im Himmel belästigen, die schmorren ja dann in der Hölle (haha.).
Mal eine Frage: Welche Meinung sollte man ehren? Die der Vernünftigen oder die der Unvernünftigen?
Ich gehe mal davon aus, die der Vernünftigen. Und die Vernünftigen, ist das immer die Mehrheit? Wohl eher nicht. Was also, wenn die Minderheit vernünftig ist? Fakten verdrehen und das Recht der Mehrheit gebühren, sprich also: den Christen.
So scheint es in deinem Kopf auszusehen.
Und ja, ich weiß sehr wohl, dass ich eben mit meiner Aussage auch die Demokratie kritisiere.
In einem Punkt muss ich meinen Vorgängern ersteinmal stark zustimmen. Nämlich darin, dass es traurig ist, dass Atheisten wirklich so oft als schlecht und böse angesehen werden. Jedoch ist es kein Zufall, dass sich die menschliche Ethik in (beinah) allen Weltrelirgionen gleich entwickelt hat. Diese Entwicklung der Ethik hat nämlich nichts mit der Religion und Gott zu tun, denn sie basiert ganz allein auf gesundem Menschenverstand, jede Gemeinschaft von Menschen, ob mit oder ohne Gott entwickelt diese oder zumindest eine ähnliche Form der Ethik. Dies ist meiner Meinung ein wichtiger Punkt der gegen die Unterdrückung von Atheisten spricht. Denn Atheisten können und sind mindestens (!) genau so gute Menschen wie gläubige Menschen. Wobei man hier noch hinzufügen muss, dass die Religionn mit ihren fanatischen Anhängern für viel mehr Übel im Laufe der Geschichte gesorgt hat als Atheisten jemals vollbringen könnten. Erwähnen möchte ich hier zum Beispiel die Kreuzzüge, die Inquisition, Islamistische Attentäter usw. Diese Übel basieren wie gesagt alle auf Religion.
Hier kann man Steven Weinberg zitieren: “Religion is an insult to human dignity. Without it you would have good people doing good things and evil people doing evil things. But for good people doing evil things it takes Religion.” Das spricht jawohl für sich selbst.
Gegen die weit verbreitete Meinung, dass Menschen, die nicht an einen Schöpfer, Gott, glauben, nicht glücklich sein könnten, spreche ich mich auch audrücklich aus. Denn ich denke, gerade dadurch, dass man nicht glauben muss, dass alles um uns herum von jemandem geschaffen worden sein muss, kann man begreifen, wie einzigartig und wertvoll wir eigentlich sind.
Wir haben nur dieses eine Leben. Und da wir sterben und danach nie wiederkommen, sollten wir dafür sorgen, dass wir dieses eine Leben, dass wir haben, gut nutzen und nicht durch einen Glauben an Gott und den Himmel verschwenden.
Ich finde es ziemlich schade, sich mit einem Thema auseinander zu setzen, ohne Ahnung davon zu haben. Statt dessen wird lediglich pauschalisiert. Ich bin Christ aber da ich keine Ahnung habe, wofür Atheisten einstehen und da es Menschen nicht zukommt, andere zu be- oder verurteilen, enthalte ich mich einer Wertung. Wenn es allerdings so ist, das Religion das Übel ist und vor allem die Christen ach so böse und intolerant sind, dann stellt sich mir die Frage, warum Berlin nicht einer der friedlicheren Städte in Deutschland ist. Berlin ist nämlich längst nicht mehr in der Hand der Christen sondern überwiegend von Menschen ohne Religon bewohnt. Die doch nach Meinung der Macher hier “bessere” Menschen sein sollen. Nur zeigt die Kriminalitätsrate in Berlin nicht unbedingt steil nach unten seitdem Menschen ohne Glauben an einen Gott das Sagen haben.
Wie sagte Nietzsche schon “Gott ist tot” Dumm nur, dass Nietzsche inzwischen tot ist, Gott aber immer noch ziemlich lebendig.
Hier wird von Betrug geredet, weil angeblich Gott nicht existiert. Nun, bis heute kann niemand erklären, wie das erste Leben entstanden ist, das ist immer noch ein Geheimnis. Trotzdem wird an den Schulen die Evolutionstheorie gelernt. Man erzählt unseren Kindern, das Leben habe sich entwickelt, man ist aber nicht mal in der Lage, zu belegen, wie dann bitte aus lebloser Materie die erste lebendige Zelle entstanden sein soll. Das wird unseren Kindern aber nicht erzählt, sondern in blumigen Worten irgend ein Schwachsinn. Das ist ebenfalls Betrug, denn das ist genau das selbe. Atheisten und wer auch immer, sagen Gott ist tot, oder wo ist der Beweis das er lebt. Nun gleiches Recht für alle. Wer mir den Beweis bringt, das sich Leben aus lebloser Materie entwickelt hat. der bekommt einen Orden. Solange dieser Beweis fehlt, ist ET genauso Glauben wie Religon Glauben ist.
Nicht Gott ist das Übel und nicht Religionen sind das Übel, sondern Menschen, die meinen Ihre Ansicht mit Gewalt durchsetzen zu müssen. Toleranz bedeutet nämlich auch in beide Richtungen tolerant zu sein.
Unsere Kinder sollten wertfrei unterrichtet werden. Wertfrei bedeutet für mich:
a) Es sollte Ihnen in einem christlichen Religionsunterricht die Bibel erklärt werden und zwar woher diese kommt, was diese aussagt und was man daraus für sich mitnehmen kann. Ebenso sollte man unseren Kindern klar machen, das die Bibel eine Erklärung versucht, woher wir kommen (Schöpfung), warum wir hier sind und wohin wir gehen.
b) Genauso sollte man den Kindern sachich die anderen Weltreligonen und deren Ansichten darlegen, damit die Kinder in der Lage sind zu beurteilen
c) Und der Humanismus sollte ebenfalls wertfrei gelehrt werden
d) Beim Biologieunterricht sollte man klar sagen, dass gerade bei der ET vieles eine Theorie ist und das man den Ursprung des Lebens damit nicht erklären kann. Das wäre ehrlich und fair.
Statt dessen regen sich hier einige “Atheisten” was immer das für eine Religon sein mag, über die Intoleranz von Religion auf und im gleichen Atemzug praktizieren diese Leute Intoleranz pur indem sie verlangen, in einem christlichen Land Religionsunterricht aus den Schulen zu verbannen. Mir scheint, die Atheisten-Gemeinde hat mächtig Angst vor dem toten Gott und seinen Anhängern.
Man gut, das ich weiss, das Gott lebt und seine Liebe allen zu Gute kommt, denn er läßt es über Gut und Böse regnen….
Manfred
Sehr geehrter Manfred,
in Ihren Ausführungen betreiben sie genau diese Ignoranz gegenüber den Naturwissenschaften, die mich vom Verständniss für gläubige Menschen abgebracht hat. Da bekommen Wissenschaftler anerkannte Auszeichnungen für ihre Arbeit und die Kirche ignoriert dies und verlangt ständig Beweise für Tatsachen, die schon ewig bekannt und bewiesen sind. Nennen Sie Atheismus nicht Glaube – es ist eine realistische Einstellung zum Leben und kein Glaube an ein fiktives “Etwas” was Opfertum predigt.
Organisieren sie doch mal ein Meeting mit ihrem …. oder hat es mal wieder keine Zeit?!.
Seit realistisch oder gibt es dort oben doch noch eine zweite Raumstation mit ….?
Man merkt an den einzelnen Kommentaren, wie sehr dieses Thema aufregt – mich auch. Ich gehöre zur Atheistenfraktion und vertrete die Meinung, dass jeder glauben soll was er will – so lange er mich nicht einschränkt, belästigt, bedroht usw. Ich tue das anderen gegenüber auch nicht. Und worum geht es denn eigentlich bei der Diskussion: Es geht um die Frage, soll an unseren Schulen in Berlin Religion als reguläres Fach unterrichtet werden oder nicht? Dabei ist völlig unerheblich, ob freiwillig oder nicht. Es geht darum, darf die Kirche Einzug in die Klassenräume unserer Kinder halten? Und da sage ich eindeutig NEIN!!! Laut Verfassung sind Staat und Kirche getrennt. Wer glauben will, soll das dort tun, wo es hingehört: in die Kirche, in die Kirchengemeinde, in die eigene Familie, in den eigenen Freundes- und Bekanntenkreis … und von mir aus kann man sein Bekenntnis auch nach außen zeigen, solange ich mich frei und unbefangen entscheiden kann, ob ich mir das ansehe, anhöre oder mich bei der einen oder anderen Aktion auch beteilige. Aber in einer Schule müssen Lehrer, Betreuer, Räumlichkeiten … bereitgestellt werden, Stundenpläne … darauf abgestimmt werden … und nicht zuletzt kostet das alles Geld, das nicht von den Kirchen kommt!!! Das bezahlt ungefragt auch der atheistische Steuerzahler. Und das überwiegend der, denn die Atheisten sind in Berlin mit gut 60 % gegenüber etwas über 30 % (evangelische und katholische Glaubensrichtungen zusammen!) in der absoluten Mehrheit! “Die Kirche” ist das reichste Wirtschaftsunternehmen der Welt (allein schon ein Skandal, und eine Schande für alle ehrlichen und engagierten Christen – aber damit haben die hier Pro-Reli-Leute anscheinend überhaupt kein Problem), hat aber Probleme mit der schwindenden Zahl seiner (zahlenden) Mitglieder. Der Papst hat lt. seiner Agenda seine Schäfchen mit dem knallharten Auftrag in die Welt geschickt, dagegen was zu tun. Und wo erreicht man künftige Generationen in Massen? Klar, in den Kindereinrichtungen, und das auch noch fast kostenlos, staatlich sanktioniert.
Aber eigentlich braucht man sich doch nicht zu wundern, wenn man sich unsere Regierenden ansieht. Da wird mit erhobener Hand Gott angerufen, wo man doch eigentlich auf die Verfassung schwören soll bei der Vereidigung. Es gibt keinen Film im Fernsehen oder im Kino, wo nicht ausschließlich in der Kirche bzw. mit einem Pfarrer geheiratet wird; haben die Hauptdarsteller Probleme, beten sie aus lauter Verzweiflung zu Gott; irgendwo ist immer ein Kloster mit super verständnisvollen, flotten, einfallsreichen Nonnen, die alles richten… Die Liste ist endlos. Und es geht mir dermaßen auf den Puffer. Beim Fernseher kann ich ein anderes Programm einstellen, hier kann ich das nicht. Ich soll ja abstimmen, also muss ich mich damit beschäftigen, was ich eigentlich gar nicht will. Religion ist ein Teil der Menschheitsgeschichte, ein bedeutender, ein interessanter, über den man auch Bescheid wissen sollte – aber eben Geschichte, bedingt Gegenwart, und nicht die Zukunft.
Es gibt Ethik-Unterricht, und das ist wichtig. Da kann man auch über die Religionen informieren, wenn es denn darum ginge. Aber nein, das reicht natürlich nicht, da kann man ja dann nicht über Veranstaltungen in der Kirche informieren, einladen, fragen, wer denn auch immer schön zum Gottesdienst geht oder vielleicht eintreten möchte … Ja, die Kirche muss es wirklich nötig haben. Nein, wenn es nur um die Vermittlung von Werten oder Wissen ginge, das kann man hervorragend im Ethik-Unterricht gemacht werden. Da werden alle ein- und niemand ausgeschlossen. Gerade bei solchen Themen, die die Lebensweise betreffen, müssen die Kinder gemeinsam unterrichtet werden, sich gemeinsam damit auseinandersetzen und nicht getrennt. Denn das fördert gegenseitiges Verständnis und Toleranz. Darüber sollte die Pro-Reli-Fraktion mal nachdenken. Oder seid ihr gegen Zusammen, Toleranz, Verständnis usw.
Korrektur zu meinen Äußerungen
Ich meinte natürlich nicht “Verfassung”, sondern “Grundgesetz”.
Und noch einmal zur Verfahrensweise, weil viele meinen, nicht abstimmen = nein. Das ist aber keineswegs so!
Deshalb hier ein Auszug aus dem Gesetz (andere Bundesländer haben abweichende Verfahren):
„Gesetz über Volksinitiative, Volksbegehren und Volksentscheid“ (Abstimmungsgesetz – AbstG) vom 11. Juni 1997 (GVBl. S. 304), geändert durch Gesetz vom 20. Februar 2008 (GVBl. S. 22)
§ 36
Ergebnis des Volksentscheids
(1) Ein Gesetzentwurf oder ein sonstiger Beschlussentwurf ist durch Volksentscheid angenommen, wenn die Mehrheit der Teilnehmer und Teilnehmerinnen und zugleich mindestens ein Viertel der Stimmberechtigten zustimmt.
Man kann also nicht gemütlich ausschlafen, sondern sollte durch die Teilnahme und ein NEIN eine Mehrheit der Pro-Reli-Fans bei der Abstimmung verhindern.
)
Oder unter: https://www.wahlen-berlin.de/wahlen/volksentscheid-2009-ProReli/briefabstimmung/elektronisch/antrag-sich.htm
kann man die Briefwahl ganz einfach online beantragen, den Brief dann schon vor der eigentlichen Wahl abgeben und am Sonntag doch ausschlafen
Sehr geehrter Rainhard
Ich ignoriere keinesfalls die Naturwissenschaften, allerdings benutze ich meinen gesunden! Menschenverstand und nur weil WIssenschaftler Auszeichnungen bekommen, heisst das noch lange nicht, dass das was behauptet wird, die Wahrheit ist.
Es ist eben leider keine Tatsache, das sich der Mensch entwickelt hat, sondern lediglich eine Theorie der Mehrheit. Und das bedeutet erstmal nicht zwangsläufig, dass man diese Theorie blindlings glauben muss. Komischerweise wird man angegriffen, wenn man nicht glauben will/kann dass aus unbelebter Materie Leben von alleine entstanden ist und dass der Mensch sich aus “niederen” Lebensformen entstanden ist. Hier fordern (nicht nur aber auch) Atheisten mit einem Mal, man soll etwas glauben, nur weil die Mehrheit das glaubt. Anstatt es zu prüfen!. Eine vorurteilsfreie Prüfung würde zu dem Schluss kommen, dass die Wahrscheinlichkeit, dass sich Leben aus dem Nichts entwickelt hat, keinesfalls größer ist als die Wahrscheinlichkeit, das es einen Gott gibt, der das Leben geschaffen hat. Nur mit dem Unterschied. Evolution wird als “Wissenschaft” tituliert, an Gott glauben dagegen nicht.
Atheismus ist genauso Glauben wie Christentum. Atheisten glauben, dass Leben sei von alleine entstanden und es gibt keinen Gott. Das ist Glaube, denn kein Atheist ist in der Lage, zu beweisen, dass es keinen Gott gibt und zu beweisen, dass das Leben von alleine entstanden ist.
Daher ist die Forderung verschiedene Glaubensansätze parallel in einem “Religionsunterricht” vorzustellen, damit unsere Kinder die Basis bekommen, sich für eine Seite zu entscheiden oder aufgrund der Fakten vielleicht sogar neue Seiten zu entwickeln der einzige Weg, Toleranz zu leben. Eine Volksabstimmung gegen Religionsunterricht ist dagegen nicht gelebte Toleranz sondern der Versuch, seinen eigenen Glauben (als Atheist) gegenüber anderen Glaubensrichtungen durchzusetzen und das ist inakzeptabel. Eine Demokratie lebt davon, dass Minderheiten gleichberechtigt sind. Daher ist es zwingend notwendig, dass an unseren Schulen Minderheiten genauso berücksichtigt werden wie Mehrheiten. Statt dessen wird versucht, nur die Meinung der Mehrheit durchzusetzen und die Mehrheit unternimmt wie im Mittelalter alles um die Minderheit als doof hinzustellen.
Beispiel 1
Obwohl es keinesfalls erwiesen ist, dass das Leben aus dem Nichts entstanden ist wird eine Evolutionstheorie an den Schulen als die einzig wahre Möglichkeit gelehrt. Alle anderen Theorien werden von vorne herein als Irrweg bezeichnet. Dabei kommt die ET mit ziemlich schwammigen Begriffen und Aussagen daher, die absolut unwissenschaftlich sind. Insbesondere wenn es darum geht, zu erklären, wie komplexe Abhängigkeiten in der Natur durch Evolution entstanden sein sollen. Es würde zu weit führen dies hier ausführlich darzulegen. Fakt ist aber, es gibt mehr Fragen als Antworten und nur weil die Natur “anpassungsfähig” ist heisst das noch lange nicht, dass aus einer “Urzelle” Pflanzen, Tiere und Menschen entstanden sein können. Aber wie gesagt, die Mehrheit diktiert und macht die Minderheit lächerlich.
Beispiel 2
Ernährungswissenschaft
Die Theorie der ausgewogenen Ernährung und die Kalorientheorie wird von der Mehrheit vertreten. Dabei gibt es genügend Indizien, dass diese Theorie nicht unbedingt richtig ist. Aussenseiter werden ignoriert oder fertiggemacht. Auch hier ein Diktat der Mehrheit, die beharrlich in festgefahrenen Spuren hängen bleibt. Obwohl alles dafür spricht, dass der Mensch kein Allesfresser sondern wie die großen Primaten Gorilla und Orang-Utan reine Pflanzenfresser sind, ignoriert das die Mehrheit. Obwohl es wahrscheinlich scheint, dass der Mensch nicht nur von Nahrung lebt, sondern in der Lage ist, auch den Stickstoff aus der Luft mithilfe der Darmbakterien in Eiweiss umzusetzen, ignoriert das die Mehrheit. usw.
Auch dieses Thema ist zu komplex für diese Seite.
Beispiel 3
Medizin. Obwohl die Krebsbehandlung seit jahrzehnten mehr oder weniger im Stillstand ist, weigert sich die Masse, neue andere Wege zu gehen. Hat jemand mit anderen Wegen Erfolg, kommt aber nicht aus der Klicke der Mediziner, wird er verteufelt oder im besten Fall wird einfach gesagt, das war eine unerklärliche Spontanheilung. Kaum ein Mediziner interessiert sich dafür, wenn Menschen Krebs dauerhaft mit alternativen Methoden besiegen, es sein denn, diese alternatven Methoden werden von der “anerkannten” Gruppe der Mediziner vorgeschlagen. Die Menschen folgen immer noch blind den Göttern in Weiss, gerade bei Krankheiten wie Krebs.
Auch hier ist eine Mehrheit nur daran interessiert, Minderheiten zu eliminieren.
Jetzt zum Thema Atheismus und Religionsunterricht. Immer mehr Menschen in Deutschland sind Religion gegenüber gleichgültig. Wir sind inzwischen ein “christliches” Land, indem Christentum schräg angesehen wird. Die Mehrheit ist neutral bis Atheistisch eingestellt. Jemand, der zwar von Geburt an evangelisch oder katholisch ist und nur in der Kirche bleibt, weil ja Konfirmation, Taufe und weisse Hochzeit und Beerdigung notwendig sind, ist im Herzen sehr oft schon atheistisch. Er glaubt nicht wirklich an Gott, ihm ist es egal. Die Mehrheit ist nun dabei, durch Volksentscheid die Minderheit der “aktiven” Christen aus den Schulen zu drängen um durch ihre Macht dafür zu sorgen, dass schon die Kinder atheistisch beeinflusst werden. Was nicht in der Schule gelehrt wird, ist später im Leben nicht notwendig….
Dabei berufen sich die Atheisten darauf, dass Christen ja in der Vergangenheit böse Dinge gemacht haben und andere Religionen nicht tolerieren. Gleichzeitig aber zeigt man Intoleranz pur.
Religionsunterricht und Ethik parallel an den Schulen. Nein Danke
Evulotionstheorie und Schöpfung parallel vorstellen, Gott bewahre.
Allgemeinmedizin und Aussenseiter Theorie vergleichen, das wäre ja noch schöner, wenn uns später die Patienten weglaufen, weil die Außenseiter vielleicht besser heilen oder verhüten, also Finger weg.
Man sieht, immer will die Mehrheit nicht, dass Minderheit zu Wort kommen. Schade, wir sind wohl doch nicht in der Moderne angelangt sondern immer noch im Mittelalter.
Zumindest zeigt das Ihr Kommentar, der darstellt, meine Meinung wäre ja so was von unrealistisch und ich sollte doch bitte akzeptieren, dass die Mehrheit der Naturwissenschaftler sogar ausgezeichnet werden wegen deren Forschungen und das sei ja wohl klar, dass die Mehrheit Recht hat und ich gefälligst die Mehrheit unterstützen soll. So nach dem Motto, nicht selbst denken, sondern der Mehrheit glauben.
Wie sagt man noch, friss Schei…..e, Millionen Fliegen können nicht irren.
Also ich bin Christ und ich bin naturwissenschaftlich gebildet und ich vertrete trotzdem eine andere Meinung als die Mehrheit der Naturwissenschaftler (in manchen Bereichen). Und ich bin froh, dass ich dafür nicht auf dem Scheiterhaufen lande. Allerdings finde ich es genau so schlimm, dass nun eine Gruppe von Menschen versucht, schon in der Schule zu verhindern, dass andere Meinungen vertreten werden. Das ist nichts anderes als das Recht der freien Lehre auf dem Scheiterhaufen zu werden. Mir passt es nicht, wenn Kinder in der Schule etwas über Gott erfahren, da für mich Gott tot ist, also auf den Scheiterhaufen mit denen, die das Wollen! Sehr tolerant und viel besser als das was die katholische Kirche im Mittelalter gemacht hat
Manfred
Liebe Anna
worin besteht der Unterschied wenn Atheisten aufgrund ihrer Mehrheit in der Schule erreichen wollen, Gott für tot zu erklären so nach dem Motto: Wer soll das heute noch glauben und dem was Sie der Kirche vorwerfen?
Ethikunterricht ist Ethik, nicht Religionsunterricht.
Jeder sollte das lehren, was er am besten kann, dazu braucht man Religionsunterricht und Ethikunterricht und die Möglichkeit, den Schülern die Freie Wahl zu geben, was sie hören möchten. Das fördert Toleranz und nicht Hetze gegen Kirchen und Christen. Religion ist nicht Geschichte, sondern Weltanschauung und Lebensweise. Ich würde als Christ nie verlangen, das man atheistisches Gedankengut aus der Schule entfernt, ich bin tolerant. Ich erwarte aber, dass meine Kinder die Möglichkeit haben, in der Schule etwas über Gott zu erfahren, in einem ordentlichen Religionsunterricht, der nicht Geschichte vermittelt sondern Grundsätze. Ich denke, in einem freien, dazu noch christllich geprägtem Land ist das mein gutes Recht.
Manfred
Kirche ist wahnsinnig
“GOTT GIBT ES NICHT!” Wer in dieser Überzeugung lebt? Bitte!
Beweise dafür das es Ihn gibt bzw nicht gibt, kann mir hier eh kein Mensch liefern.
Ich selbst als Christin finde es gut, dass der Religionsuntericht in die Schulen eingebracht wird.
Jeder Mensch kann für sich danach entscheiden ob er sich dem hingibt oder nich/mehr Interesse dafür zeigt oder auch nicht. Ich lehne solche Kampagnen mehr als nur ab.
Stell dir vor, du siehst auf den Mount Rushmore, in dem Bilder von den amerikanischen Präsidenten Washington, Jefferson, Lincoln und Roosevelt eingeschlagen sind. Kannst du dir vorstellen, dass die Bilder durch Erosion entstanden sind? Selbst wenn man unendlich viel Zeit verstreichen lassen würde, Wind und Regen wirken lässt, dann ist es trotzdem schwer vorstellbar, dass etwas aus der Menschheitsgeschichte so getreu nachgebildet wurde. Der gesunde Menschenverstand legt uns nahe, dass es Leute gab, die ihr Vorhaben geplant haben und anfingen, mit Geschick die Figuren in den Fels zu hauen.
Oder, stell dir vor du wüsstest nichts von Farben da du Blind geboren bist und jemand würde dir Versuchen es zu erklären mit den Worten :
Das Blau eine kalte Farbe ist und Rot eine warme.
Aber ganz genau kann man es nicht erklären, weil du es nicht sehen würdest. Du müsstest auch Glauben.
So ist es mit Gott.
Oder was sagen die Leute die eine klinisch Tot waren.
Wie viele haben Ihre Angehörige gesehen wie Traurig diese sind das sie z. B erst vom Ort X kommen.
Sich selber tot gesehen was Ärzte sagen was grade hinter der geschlossenen Tür passiert.
Denkt mal nach und Urteilt nicht so schnell!.
P:S.: Wenn es keinen Gott gibt warum regt Ihr euch denn dann so auf? Dann lacht drüber und gut ist.
Auch Ihr Atheisten seit zur einer Religion geworden Ihr habt einen Glauben, dass es keinen Gott gibt und den tut Ihr Kund. Genau so wie Leute die Glauben.
“Nun, bis heute kann niemand erklären, wie das erste Leben entstanden ist, das ist immer noch ein Geheimnis. Trotzdem wird an den Schulen die Evolutionstheorie gelernt. Man erzählt unseren Kindern, das Leben habe sich entwickelt, man ist aber nicht mal in der Lage, zu belegen, wie dann bitte aus lebloser Materie die erste lebendige Zelle entstanden sein soll.”
lieber manfred ,leben aus unbelebter materie ,das ist bei weitem nicht so geheim ,wie gottes existenz.
(x-beliebiger google verweis :
http://www.meridianerland.com/entstehung-leben.htm)
…dazu finden sich ,im gegensatz zu gottes aufenthaltsort ,mehrere plausible erklärungen ,belegt durch verschiedenste versuche.
je mehr geforscht wird ,desto kleiner wird jedenfalls “god’s gap” ,das heisst umso weniger wird noch ein gott benötigt um zuvor unvorstellbares zu erklären.
…und wenn auch in der bibel steht : “am dienstag schuf gott die vulkane und am donnerstag die tulpen” ,mag das die einzige erklärung gewesen sein als die bibel verfasst wurde ,heutzutage weiss allerdings jedes kind das die holländer die tulpen gezüchtet haben ,und der liebe gott herzlich wenig damit zu tun hat.
wenn es den gott gibt – das gegenteil lässt sich ja nun auch nicht beweisen ,unternimmt er jedenfalls nichts .
ob er noch da ist und nur zuschaut ,weil er nicht eingreifen kann oder will ,bleibt eine glaubensfrage.
das leben ,ungerecht und grausam ,wie es nun mal ist ,scheint mir erträglicher ,wenn ich nicht auch noch glauben muss das gott damit etwas zu tun haben soll – auch wenn er hier in europa jeden tag weniger unschuldige kinder verhungern lässt als im übrigen teil der erde ,und wir hier noch glück mit dem wetter haben.