Ist Google der große böse Bruder?

von Benedikt

Unter anderem durch den Spiegel-Artikel Google will die Weltherrschaft ist Google wieder als Datenkrake im Gespräch. Ich gebe zu, der Spruch von Google CEO Eric Schmidt “Wenn es etwas gibt, von dem Sie nicht wollen, dass es irgendjemand erfährt, sollten Sie es vielleicht ohnehin nicht tun” hat vermutlich nicht dazu beigetragen, Ängste gegenüber Google abzubauen.

Deutlich differenzierter setzt sich aber der Artikel Google-Bashing: Zur politischen Ökonomie einer Suchmaschine mit dem Thema auseinander:

Google gilt vielen derzeit als Inbegriff des Bedrohlichen. Angebracht wäre es dagegen, Google als rational handelndes Wirtschaftsunternehmen zu begreifen. Erst dann ließen sich unbegründete Ängste von tatsächlichen Gefahren unterscheiden.

Vieles was im Moment in Sachen Google diskutiert wird, bezieht sich eigentlich ja eher auf das allgemeine Problem des Schutzes der Privatsphäre im Internet und nicht auf Google im Speziellen. Ein Faktor ist sicherlich, dass viele Leute sehr verunsichert sind, welche Informationen über sie im Internet zu welchem Zweck verwendet werden. Auf der anderen Seite sind viele Menschen bereit, alle möglichen Informationen preiszugeben ohne darüber nachzudenken, was damit mal passieren könnte.

Sicherlich gilt, dass man sich immer vorher gut überlegen sollte, welche Informationen man im Internet über sich einträgt – egal ob öffentlich oder vermeintlich privat. Aber manchmal muss man auch Kompromisse eingehen. Es ist halt immer noch so, dass Google eine verdammt gute Suchmaschine anbietet und Gmail ein echt gutes Mailprogramm ist und man auf YouTube coole Videos schauen kann und und und…

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