JavaScript – Fluch oder Segen?
von Benedikt
Nachdem ich mit meinem Blog ja einen kurzen Ausflug in die Welt der JavaScript-Effekte gemacht habe, muss doch noch ein bisschen was dazu gesagt werden.
Ich gebe zu, diese Effektspielerei war ziemlich Lahm. Optisch zwar eindrucksvoll, aber im Prinzip ohne jeden praktischen Nutzen.
JavaScript ist leider sehr in Verruf gekommen, weil man damit unter dem Begriff DHTML viel Unsinn getrieben hat. Im SELFHTML-Blog ist ein Artikel, der sich damit beschäftigt, warum DHTML zurecht tot ist.
Für meine Begriffe kann JavaScript auf einer Website trotzdem sinnvoll eingesetzt werden. Wichtig ist dabei nur, dass die Seite trotzdem noch benutzbar bleibt, wenn JavaScript im Browser abgeschaltet ist. Auch Suchmaschinen-Crawler, die ja meist JavaScript gar nicht interpretieren, kommen mit solchen Sites besser zurecht. Wie man’s machen sollte, wird hier sehr gut dargestellt.
Mittlerweile geht zwar der Trend wieder in die Richtung des sinnvollen Einsatzes von JavaScript, aber ich sehe immer noch viel zu viel schlechten Code. Dabei ist es doch so einfach: Wenn die Seite im Lynx noch funktioniert, dann ist es ok. Wenn nicht, dann ist es Schrott:
Zustandsforschung durch die Augen des Lynx
[via Schockwellenreiter]
Kommentare
Bei WEB3-Anwendungen ist die Nutzung von Javaskript sehr angenehm, weil die Seiten sich wesentlich interaktiver gestalten lassen. Bedauerlicher Weise vergraulen dabei drei Faktoren aus meiner Sicht noch die effektive Nutzung:
-Jeder Browser arbeite irgendwie anders
-die Entwicklung ist noch viel zu komplex
-die Laufzeitumgebungen sind noch immer zu unsicher
Wenn diese Dinge angegangen werden, kann JavaScript zumindest innerhalb WEB2 (AJAX … ext.) durchaus wieder sein – sinnvolle Berechtigung – haben.
Allerdings könnte man bei den heutigen Bandbreiten auch wieder zu JavaApplets greifen, denn da ist der Interakivität keine Grrenzen gesetzt, die Entwichklung ist einfach und die Laufzeitumgbungen bei Nutzung von Sun’s-Runtime in allen Broweser möglich und somit einheitlich.
Zumindest für die ersten beiden Punkte deiner Liste hat sich mit dem Prototype JavaScript Framework, das viele der Unterschiede zwischen den Browsern transparent in Basisklassen verpackt, eine Lösung gefunden. Das macht das Arbeiten mit JavaScript wieder richtig angenehm.