Laborfleisch
von Beni
Bei heise gab’s letzte Woche einen Artikel über das First International In Vitro Meat Symposium. Die machen Fleisch. Im Labor.
Wie das so funktioniert, kann man bei Future Food nachlesen:
Tierisches Fleisch wird einfach ohne ein Tier erzeugt. Vom Tier stammen nur noch initial ganz wenige Ausgangszellen (die auch dem lebenden Organismus schmerzfrei entnommen werden können), danach wachsen und vermehren sich diese Zellen außerhalb von Tieren in Nährlösungen und könnten theoretisch den gesamten Weltfleischverbrauch abdecken. Das alles geschieht ohne Einsatz von Gentechnik, also ohne jeglichen Eingriff in die DNA-Sequenzen von Zellen.
Der Vorteil den ich dabei sehe ist, dass ja auf lange Sicht damit solche Sachen wie Massentierhaltung und Tiertransporte, BSE und der ganze andere Kram vermieden werden kann. Wenn’s denn jemand essen mag.
Bleibt nur noch die interessante Frage: Ist das dann eigentlich vegetarisch?
Kommentare
Hi,
ich denke, es kommt ganz darauf an, aus welchen Gründen man kein Fleisch ist, ob man in-vitro-Fleisch als für Vegetarier essbar einstuft. Wenn es gesundheitliche Gründe sind, dann ändert sich ja nichts, wenn es jedoch ethische Gründe sind und dem Tier wirklich kein Leid durch diese Prozedur zugefügt wird, dann kann ch mir schon vorstellen, daß in-Vitro-Fleisch für viele Vegetarier eine Option sein wird.
Grüsse
Oliver
Ja, sehe ich auch so (und das liegt nicht daran, dass ich auch Oliver heisse). Ich bin Ekel-Vegetarier; für mich wäre das Laborfleisch keine Option. Ich meide auch Vegi-Produkte, die aussehen und schmecken wie Fleisch.