Kinder brauchen mehr Zeit und weniger Zeugs
Im 2007 von der UNICEF veröffentlichten Bericht “An overview of child well-being in rich countries” fand sich England auf einem der letzten Plätze der verglichenen Länder wieder. Die Engländer wollten daraufhin natürlich wissen, warum das so ist und so hat UNICEF UK gleich noch eine Studie mit dem Namen “Children’s Well-being in UK, Sweden and Spain: The Role of Inequality and Materialism” durchgeführt, die interessante Ergebnisse geliefert hat, die ähnlich wohl auch auf Deutschland anwendbar sind.
Dabei wurden Interviews mit Kindern in England, Spanien und Schweden (die bei der Studie von 2007 recht gut abgeschnitten hatten) durchgeführt. Den Kindern wurden also Fragen gestellt wie beispielsweise “was macht für dich einen schönen Tag aus?” und die Antworten dann ausgewertet.
Eine wesentliche Erkenntnis der Untersuchung ist, dass Kinder vor allem Zeit mit ihren Eltern verbringen wollen. Klingt jetzt im ersten Moment nicht so überraschend – es scheint jedoch der Fall zu sein, dass viele Eltern ihre Kinder durch den Kauf von materiellen Dingen dafür entschädigen wollen, dass sie so wenig Zeit mit ihnen verbringen.
Allerdings sind sich die befragten Kinder darüber einig, dass neues Spielzeug, Modeartikel und elektronische Gadgets gar keine zentrale Rolle bei ihrem subjektiven Wohlbefinden spielen. In den Antworten auf die oben erwähnte Frage nach dem schönen Tag gab es so gut wie keine Erwähnung materieller Besitztümer – es sind die Menschen und nicht Dinge, die die Kinder glücklich machen.